ZöR
Zeitschrift für öffentliches Recht

ISSN 0948-4396 (Print)
ISSN 1613-7663 (Online)
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Zusammenfassung In diesem Beitrag erläutere ich, welche rechtlichen Zwänge und politischen Spielräume hinsichtlich der Einordnung audiovisueller Medien in das System des Welthandelsrechts bestehen. Dabei schenke ich elektronisch gelieferten audiovisuellen Medien auf Grund ihrer – durch den E-Commerce angeregten – kontinuierlichen Zunahme und der Erwägung einiger Delegationen, diese dem Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS) zuzuordnen, besondere Aufmerksamkeit und zeige auf, dass der Handelsgegenstand elektronisch gelieferter audiovisueller Medien weder den Handel mit Waren noch den Handel mit Dienstleistungen oder handelsbezogene Aspekte geistigen Eigentums betrifft, sondern als Handel mit Daten einzuordnen ist. Der Handel mit Daten ist derzeit im Welthandelsrecht nicht geregelt. Um diese Regelungslücke zu schließen und auch den Handel mit Daten nach dem WTO-Recht beurteilen zu können, müssen die WTO-Mitglieder entweder für den Handel mit Daten neben Waren, Dienstleistungen und geistigem Eigentum in einem speziellen WTO-Abkommen eine neue Handelskategorie eröffnen oder diesen Handel in einem speziellen Warenabkommen regeln oder sich zumindest auf eine Klassifizierung mit Hilfe der bestehenden Differenzierungen des WTO-Rechts einigen.

Abstract In Opinion 2/13 on the draft agreement on the European Union’s accession to the European Convention on Human Rights (ECHR), the Court held that it was not compatible with European Union law (EU law), that is to say with Article 6(2) of the Treaty on European Union (TEU) or with Protocol No 8 relating to Article 6(2) TEU. This is without any doubt one of the most significant rulings in all history of the European integration, due to its legal and political consequences. However, in this study we will not elaborate on the future of the EU accession to the ECHR after Opinion 2/13. We will focus on the question whether the conclusions of the Court could have been different provided it had taken multilevel protection of fundamental rights and multilevel constitutionalism into account.

Zusammenfassung Seit der extensiven Übertragung von Aufsichtsaufgaben und -befugnissen auf die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahr 2014 hat die Bankenaufsicht auf europäischer Ebene an operativer Geschwindigkeit gewonnen. Mit der wachsenden Aufsichtstätigkeit der EZB greift diese auch zunehmend in individuelle Rechtspositionen ein. Entstehen durch diese Eingriffe Schäden, stellt sich die Frage nach der Haftungsverantwortlichkeit. In diesem Kontext widmet sich der vorliegende Beitrag der Verantwortungsabgrenzung bei gemeinsamen Schädigungen durch die EZB und die zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden (NCAs) im Einheitlichen Europäischen Aufsichtsmechanismus (SSM). Es wird gezeigt, dass NCAs nicht generell als schlichte Verwaltungseinheiten der EZB ohne eigene Haftungsverantwortlichkeit zu betrachten sind. Vielmehr bilden das Haftungskriterium des hinreichend qualifizierten Verstoßes sowie die Theorie von der Unterbrechung des Kausalzusammenhangs adäquate Abgrenzungskriterien. Schließlich erfolgt eine Untersuchung des Verhältnisses von Schadenersatzansprüchen zu weiteren konkurrierenden Ansprüchen gegen die EZB oder die NCAs.

Abstract This selection from Austria’s recent practice in the field of international law has been prepared, once again, For the four previous reports, see Tichy Helmut/Schusterschitz Gregor/Bittner Philip, Recent Austrian practice in the field of international law. Report for 2011, ZÖR 67 (2012) 157–193, henceforth “Report for 2011”; Tichy Helmut/Schusterschitz Gregor/Bittner Philip, Recent Austrian practice in the field of international law. Report for 2012, ZÖR 68 (2013) 139–181, henceforth “Report for 2012”; Tichy Helmut/Schusterschitz Gregor/Bittner Philip, Recent Austrian practice in the field of international law. Report for 2013, ZÖR 69 (2014) 177–220, henceforth “Report for 2013”; and Tichy Helmut/Bühler Konrad/Bittner Philip/Köhler Ulrike, Recent Austrian practice in the field of international law. Report for 2014, ZÖR 70 (2015) 123–172, henceforth “Report for 2014”. by members of the legal service of the Austrian foreign ministry Short for “Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs” (Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, BMEIA), renamed in 2014. (“Office of the Legal Adviser”, “Völkerrechtsbüro”, VRB) and our colleague Philip Bittner, who is now the legal counsellor of the Austrian Permanent Representation in Brussels. We see our report as a contribution to our fruitful dialogue with academics and with other practitioners interested in public international law. The highlight of this dialogue is the annual Austrian international law conference (“Österreichischer Völkerrechtstag”); the contributions made at its 40th session (Bozen, 11–13 June 2015) will be published soon. The publication will contain the following contributions of international law practitioners from the foreign ministries of Austria, Switzerland and Germany: Tichy, Recommendations des Europarats; Zellweger, Das Verhältnis zwischen Völkerrecht und Landesrecht als Politikum; Hector, Hybride Kriegführung: eine neue Herausforderung?; Bühler, Aktuelle Entwicklungen in Österreich: Die Völkerstrafrechtsnovelle und der neue Tatbestand der Aggression. Concerning the European law practice of the VRB, an interesting selection is also published annually in this journal. Kumin Andreas J./Fülöp Tünde, Recent Austrian Practice in the Field of European Union Law. Report for 2011, ZÖR 67 (2012) 415–441; Fülöp Tünde/Kramer Regine/Kumin Andreas J./Terle Christina, Recent Austrian practice in the field of European Union Law. Report for 2012, ZÖR 68 (2013) 605–639; Fülöp Tünde/Kumin Andreas J., Recent Austrian Practice in the Field of European Union Law. Report for 2013, ZÖR 69 (2014) 397–417; and Fülöp Tünde/Kumin Andreas J./Weichenberger Julia, Recent Austrian practice in the field of European Union law. Report for 2014, ZÖR 70 (2015) 607–633. We wish to thank Gerhard Doujak, Karin Traunmüller (both VRB) and Gerhard Thallinger (Austrian Permanent Mission in Geneva) who have also contributed to this publication.

Zusammenfassung Die Umstellung der Energieproduktion auf erneuerbare Energieträger ist ein Anliegen der europäischen und österreichischen Energiepolitik. Die Versorgung von Kunden mittels Direktleitungen könnte den Bau Erneuerbarer Energien-Kraftwerke fördern, ist aber derzeit nicht zulässig bzw mit Unsicherheiten behaftet. Der Beitrag zeigt auf, unter welchen Voraussetzungen eine Versorgung über Direktleitungen zulässig erscheint bzw gefördert werden könnte.