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perspektive mediation

ISSN 1814-3695 (Print)
ISSN 2309-7515 (Online)
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Überblick Wer ist Gesellschaft und wie will sie leben? Viele Fragen, viele Beteiligte, viele Antworten. Welche Klippen müssen umschifft werden, welche Gipfel erklommen, um einen Prozess für eine Stadtentwicklung der Zukunft zu gestalten, der dem Anspruch an Gemeinwohl und Bürgerbeteiligung gerecht wird und voraussetzt, dass die Frage nach der Definition von Gemeinwohl im Prozess selbst durch die Beteiligung beantwortet wird?

Überblick Die politischen Umbrüche in arabischen Ländern und die unterdrückte gesellschaftliche Aufruhr in vielen freiheitsberaubenden Staaten (China, Iran, Saudi-Arabien) bilden den aktuellen Rahmen für meine Überlegungen zu Macht und Mediation im Umfeld militärischer Gewalt. Der Anlass für die Auseinandersetzung mit dem Thema „Macht“ ist durch meine Erfahrungen in einem arabischen Nachbarstaat von Libyen und Ägypten gegeben: die (gescheiterte) Vermittlungstätigkeit zwischen den Rebellen aus Darfur und der sudanesischen Zentralregierung in Doha. Die grundsätzlichen Überlegungen zum Thema sollen – vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens – dem/r MediatorIn Instrumente an die Hand geben, um im konkreten Fall mit dem Thema Macht in der Mediation zu Recht zu kommen.

Überblick Im Unterschied zum klassischen Verständnis ist Mediation in komplexen Konflikttransformations- bzw. Friedensprozessen auch nach Abkommen nötig. Die Nachabkommens-Mediation baut einerseits auf Vermittlung „von innen“, aber auch die ausländischen Akteure sollten tätig bleiben. Der Autor war 2007-2010 als Friedensberater („Special Adviser for Peace Building“) des Schweizer Aussenministeriums (EDA) in Nepal vermittelnd tätig. Dabei arbeitete er in wechselnden, relativ wenig formalisierten Teamzusammensetzungen, mit einheimischen/ausländischen wie auch mit staatlichen/nichtstaatlichen Vermittlungs-Akteuren. Ebenso kamen Einzel-Fazilitationen als Vertreter der Schweiz zum Zug. Die Vermittlung wurde teilweise mit Expertentätigkeit kombiniert.

Überblick Für die Friedensentwicklung in Asien haben Mediation und die Anwendung mediativer Prinzipien eine hohe Bedeutung. Wirksam sind vor allem Prozesse in Kooperation mit lokalen „Insidern“, denn auf diese Weise kann das in der mediativen Arbeit liegende Potential wirklich ausgeschöpft werden.

Überblick Mediation kommt immer häufiger bei Dialog- und Versöhnungsprozessen in Krisen- oder Nachkriegsländern zum Einsatz und zwar nicht nur auf Regierungsebene, sondern auch auf Ebene der Zivilgesellschaft. Hier setzen internationale Hilfsorganisationen gerne auf Trainings, bei denen MediatorInnen aus Europa oder den USA Schlüsselpersonen aus der Zielgesellschaft im gewaltfreien Umgang mit Konflikten ausbilden. Aus methodischer und kulturpolitischer Sicht wirft dies eine Reihe von Fragen auf: Inwiefern lassen sich im Westen entwickelte Konzepte, Instrumente und Methoden der Mediation überhaupt in anderem kulturellen Kontext anwenden? Welche Wirkung entfalten solche Trainings, die beim Individuum und auf der Mikroebene ansetzen? Welchen Beitrag können sie zum Friedensprozess auf der Makroebene leisten? Ein Praxisbeispiel aus Afghanistan liefert hierzu Denkanstöße.

Überblick Der Beitrag zeigt, wie eine Mediationsausbildung in Äthiopien entwickelt und realisiert wurde mit dem Versuch, „traditionelle“ und „moderne“ Mediationsansätze zu verbinden. „Facilitative Wise-Elder Mediation“ ist eine Wortschöpfung, die dieser Verbindung Ausdruck geben will.

Überblick Dieser Aufsatz soll einen Überblick über die unterschiedliche Umsetzung der Sicherstellung der Qualität von MediatorInnen in den Ländern Österreich, Deutschland und der Schweiz schaffen.

Überblick Lisa Waas, M.A. ist Kulturanthropologin, Coach, Supervisorin, Mediatorin BM und Ausbilderin für Mediation BM (Bundesverband Mediation). Sie ist die Geschäftsführerin der Perspektivenklärung GmbH, leitet die akademie perspektivenwechsel in München und den Masterstudiengang „Mediation, Konfliktforschung und Implementierung von kooperativen Konfliktlösungssystemen“.