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perspektive mediation

ISSN 1814-3695 (Print)
ISSN 2309-7515 (Online)
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Überblick Dieser Artikel stellt die verschiedenen Konfliktregelungsmodelle innerhalb Europas vor, die im Bereich des Strafrechts zur Anwendung kommen. Es geht dabei nicht nur um Modelle, die in die verschiedenen Strafrechtssysteme integriert sind, sondern auch um Verfahrensweisen, die diesen Rahmen sprengen. Es wird darin die Auffassung vertreten, dass nur ein globaler Ansatz, der das Zusammenspiel der verschiedenen Rechts- und Sozialsysteme der Konfliktregelung in diesem Bereich berücksichtigt, ein genaues Bild der sozialen Kontrollmechanismen vermittelt, um die es dabei geht.

Überblick Die Erfahrungen mit Täter Opfer Ausgleich (TAO) sind in vielen Ländern positiv. Der Beitrag der Mediation sowohl für TäterInnen wie für Opfer besteht darin, dass im Rahmen einer authentischen Begegnung („linkedness“) mit der anderen Partei die Möglichkeit zunimmt, (einen Teil) der oftmals schmerzlichen Vergangenheit zurückzulassen und vorwärts zu schauen. Um die Eigenschaften des Mediationsprozesses deutlich zu machen, gehen wir in einem ersten Schritt vertieft auf den Aspekt der „De-link-uenz“ ein (link=Bindeglied, Verbindung) ein. Zweitens beschreiben wir das Modell des „Stroms des Lebens“ und stellen eine Verbindung zum delinquenten Akt her, um dann, in einem dritten Schritt, einige Überlegungen zum Mediationsprozess anzustellen. Der zentrale Gedanke ist, dass Delinquenz immer eine Einschränkung materieller, emotionaler und/oder existentieller Freiheit bei Opfern und TäterInnen zur Folge hat und dass durch Mediation ein höherer Freiheitsgrad (wieder) erlangt werden kann, indem das Vergangene „kompostiert“ und ein neuer „Frühling“ entdeckt werden kann, der den Strom des Lebens fliessen lässt.

Überblick Was hat der Schweizerische Gesetzgeber vorgeschlagen, um die Schweiz aus ihrer Sonderfall-Stellung herauszuholen? Integration der „Strafmediation“ in die schweizerische Strafrechtspflege. Kritische Überlegungen dazu und die Vorzüge der restaurativen Justiz.

Überblick Ziel des Außergerichtlichen Tatausgleiches (ATA) ist es, bei strafrechtlich relevanten Konflikten einen emotionalen und/oder materiellen Ausgleich zwischen den Beteiligten zu vermitteln. Im folgenden Beitrag soll ein Überblick über den Kontext, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die praktische Durchführung des Außergerichtlichen Tatausgleiches in Österreich gegeben werden.

Überblick Der Artikel setzt sich kurz mit einigen grundsätzlichen Problemfeldern und Charakteristika des Täter-Opfer-Ausgleichs auseinander, um sodann auf eine Weiterentwicklung, die sog. „Soziale Mediation“ einzugehen. Diese wird schließlich mit neuen Entwicklungen im angelsächsischen Rechts- und Kulturkreis verglichen, die dort unter dem Begriff „restorative justice“ zusammenfasst und diskutiert werden.

Überblick Zu Beginn der Mediation in Strafsachen stehen getrennte Vorgespräche mit den Konfliktbeteiligten. Auch deshalb wurde in der Vergangenheit in Fachkreisen so kontrovers diskutiert, ob man den Täter-Opfer-Ausgleich als Anwendungsbereich der Mediation anerkennen kann. Vorgespräche mit den Beteiligten umfassen weit mehr als informatorische Inhalte über das Verfahren. Sie sind Bestandteil einer qualifizierten Vorbereitungsphase und unbedingt notwendig, um fallspezifische Erfordernisse fachlich kompetent aufzugreifen und der individuellen Situation der beschuldigten und geschädigten Menschen tatsächlich gerecht zu werden. Ist doch das Erleben von Gerechtigkeit der entscheidende Vorzug des Täter-Opfer-Ausgleiches gegenüber strafrechtlicher Verfahrensweisen.

Überblick Ein kurzer Überblick über die Gefühlsklärung nach Christoph Thomann und das Rollenverhandeln nach Friedrich Glasl als Methoden einer umfassenden Konfliktbereinigung: Der Artikel soll Handwerkszeug auffrischen und MediatorInnen Mut machen, sich auf die inneren Welten ihrer KlientInnen einzulassen, um haltbarere Lösungen zu erarbeiten.

Überblick Gefühle werden in der Mediation durchaus ambivalent erlebt: als unangenehm und bedrohlich ebenso wie als eröffnend und erleichternd. Dabei nehmen wir Gefühle als zutiefst persönliche Erscheinungen wahr, gleichsam als „intimen Kern“. Folglich werden Gefühle auch überwiegend individualistisch interpretiert – von den Konfliktparteien selber und auch von MediatorInnen. Gefühle sind jedoch immer auch „sozial“: sie haben ihren Ursprung, ihre Funktion und ihre Bedeutung im gesellschaftlichen und kulturellen Kontext. In zwei Beiträgen stellen wir einige emotionssoziologische Ansätze vor und spannen immer wieder den Bogen zur Mediation: Was können emotionssoziologische Beiträge erhellend zum Verständnis von Konflikten (Teil 1) und für die Praxis der Mediation (Teil 2) anbieten?