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perspektive mediation

ISSN 1814-3695(Print)
ISSN 2309-7515 (Online)
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Überblick Konflikte zwischen Kundschaft und Anbietern von Telekommunikation gelangen in der Schweiz vor eine zu diesem Zweck geschaffene Ombudsstelle der Telekommunikationsbranche, die Ombudscom Die Trägerschaft der Ombudscom besteht bisher aus den vier Telekommunikationsanbietern Cablecom, Orange, Sunrise und Swisscom. Im Vorstand des Vereins sind auch KonsumentenInnen-Organisationen vertreten. . Diese Ombudsstelle führt ein schriftliches Schlichtungsverfahren durch, bei dem sie beide Seiten anhört und anschließend einen einmaligen schriftlichen Schlichtungsvorschlag macht, den beide Seiten annehmen oder ablehnen können. Im ersten Jahr ihres Bestehens (Anfang Mai bis Ende Dezember 2005) wandten sich 459 Personen an die Ombudsstelle. Daraus resultierten 305 Schlichtungsbegehren. Ombudscom arbeitete 91 Schlichtungsvorschläge aus, wovon 73 (80 Prozent) von beiden Seiten angenommen wurden. Auf den ersten Blick sieht dies nach rein distributiver Mediation aus. Im folgenden Artikel wird die stark inhaltliche Interventionsart der Ombudsstelle einer mehr prozessualen Interventionsart gegenübergestellt und erforscht, ob letztere eine integrative und transformatorische Wirkung ermöglichen kann.

Überblick Mit ein paar Wegnotizen geht hier ein ewiger Anfänger auf Spurensuche nach den nächstliegenden Ursprüngen des vermittelnden Menschseins. Er wäre jedoch kein Mediator, wenn er damit Recht haben wollte. Weil er dem freien Wort freien Lauf lässt und aus aktuellen Anlässen da Partei ergreift, wo es um Würde und Ehre der Menschen geht, sollte man ihm vielleicht den Titel Mediator absprechen.

Überblick Die Haltung als Ausbilderln und MediatorIn, was ist das? Ist das ein Werkzeug, mit dem ich anderen gegenübertrete? Ist das eine zutiefst innere, kaum veränderbare Einstellung, ein quasi Urgrund meiner selbst? Was gibt mir Halt? Taugt der Begriff Haltung als Mittel zur Qualitätssicherung? Um es vorweg zu nehmen: Mir ist bei der forschenden Suche zu diesem Thema keine halbwegs ideologiefreie und schlüssige Definition des Begriffes begegnet. So lade ich Sie in diesem Artikel ein, eine gemeinsame Wanderung zu den schillernden Aspekten von Haltung und Identität zu unternehmen und vielleicht dieses oder jenes Neue zu entdecken und quasi nebenbei über die Frage von Qualität in der Mediation nachzudenken.

Überblick Was ist Mobbing überhaupt, und wer oder was kann helfen? Das Recht stößt bei der Mobbingbekämpfung an seine Grenzen. Dennoch kann es in vielen Fällen als Türöffner ins Unternehmen dienen. Und was kommt dann? Es gibt kaum einen Konfliktbereich, der in einem derart besonderen Maße eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordert. Dieser Beitrag möchte die Schnittstellen unterschiedlicher Herangehensweisen zur Mobbing-Intervention sowie Perspektiven für die Mobbing-Prävention aufzeigen.

Überblick Nach 15 Forumssitzungen, über 50 Sitzungen der Prozessteuerungsgruppe, zahlreichen Arbeitskreisen und Besprechungen wurde am 22. Juni 2005 die Mediation am Flughafen Wien, an der über 50 Verfahrensparteien teilgenommen hatten, beendet. Die besondere Komplexität lag in der Vielzahl der beteiligten Parteien und der Tragweite der Entscheidungen im regionalen und überregionalen Kontext. Das Interesse auf politischer Ebene und die Vielschichtigkeit der Themen, Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten bedeuteten weitere Herausforderungen für die Mediation. Die Mediation kann klare Ergebnisse aufweisen. Aus der Sicht der Beteiligten wurde sie erfolgreich beendet. In Wien wurde in der Entwicklung des Mediationsprozesses teilweise Neuland betreten, andererseits zeigte sich, dass viele Elemente, die aus der „klassischen“ Mediation bekannt sind, auch in diesem großen Verfahren wirksam sind.

Überblick Der Artikel gibt einen Überblick über die Entwicklung der modernen Mediation in Sri Lanka und beschreibt das heutige Mediationssystem. Vor der Kolonialisierung gab es auf der Insel eine starke Tradition der kondensorientierten Konfliktlösung auf Dorfebene. Dann setzte sich ein auf dem englischen Gewohnheitsrecht basierendes kontradiktorische Rechtssystem durch, bis 1958 mit dem Conciliation Boards Act und später – 1988 – mit dem Mediation Boards Act versucht wurde, das Konzept der friedlichen Konfliktregelung wieder einzuführen. Zwischen 1990 und 1999 wurden über 630.000 Mediationen nach den Regeln des Mediation Borads Act durchgeführt. Das Commercial Mediation Centre of Sri Lanka ist federführend bei der Einführung und Entwicklung von Wirtschaftsmediation auf der Insel. Die Autorin kennt als Beraterin dieses Projekt und berichtet von seinem Werdegang.

Überblick Friedensschaffende Interventionen werden zunehmend relevant in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Projekte zielen in der Regel auf die Förderung des Dialogs zwischen verfeindeten Gruppen, seien die Feindseligkeiten religiös, ethnisch, oder anders begründet. Der Aufsatz untersucht die Handlungsspielräume einer externen (Track 3)-Intervention in einem der ärmsten Gebiete Afrikas, der äthiopischen Grenzregion zum Süden Sudans, Gambella. Dabei werden die geopolitischen Rahmenbedingungen von Friedensbildung ebenso thematisiert, wie die Rolle der „Dritten“, in ihrer Gleichzeitigkeit als Außenseiterin und als Akteurin im lokalen Beziehungsgeflecht.

Überblick Diese unglaubliche Neugier! Die wächst, je mehr sie gestillt wird. Ein über eine Woche andauernder Prozess: Input – Erkenntnis – Neugier – Reflexion – Wissen? Intensiver Austausch, Begegnung und Vernetzung mit WirtschaftsmediatorInnen aus dem In- und Ausland, unter ihnen „Top-Shots“, bekannte und weniger bekannte, europäische und amerikanische. Eine Woche „Selbstverantwortung“ und mehrmals täglich die schwierige Frage: Welchen der vielen interessant klingenden Workshops besuche ich als nächstes?

Überblick Die Art und Weise, wie und wann MediatorInnen welche Fragetechniken anwenden, hat einen großen Einfluss auf den gesamten Prozess einer Mediation. Mit Fragen lenken, öffnen, differenzieren, fokussieren, intervenieren, verlangsamen und beschleunigen MediatorInnen. Immer mit dem Ziel, die Konfliktparteien zukunftsorientiert an die eigenen Ressourcen heranzuführen sowie die Basis für einen Perspektivenwechsel und für die Erweiterung der Lösungsmöglichkeiten zu schaffen.