pm
perspektive mediation

ISSN 1814-3695(Print)
ISSN 2309-7515 (Online)
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Überblick Die Trennung der Eltern bedeutet für betroffene Kinder eine einschneidende Lebenskrise, die im allgemeinen mit unmittelbaren Reaktionen einhergeht. Die Chance zur Bewältigung des Traumas liegt für Eltern und Kinder im bewussten Umgang mit der Krise und in der Gestaltung neuer Lebensperspektiven. Dieser Artikel zeigt an Hand eines Praxisbeispieles, wie das Recht der Kinder auf Einbeziehung in die Mediation und damit in die Lebensgestaltung umsetzbar ist, ohne dabei das Recht der Kinder auf Schutz vor Überforderung zu missachten. Ich danke meiner Mediationskollegin Elisabeth Mühlberger. Ohne unsere gemeinsame Arbeit und unsere Erfahrungen mit Familien in Mediation hätte dieser Artikel nicht entstehen können.

Überblick Die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Mediation ist bei einer Reihe von Familienkonflikten sinnvoll, nicht nur bei Trennung und Scheidung. Mit der Einbeziehung können Kinder und Jugendliche frühzeitig lernen, den Konflikten in der Familie nicht aus dem Weg zu gehen, sondern ihrerseits einen eigenen Beitrag zur Konfliktbewältigung zu leisten. Insoweit lernen sie über den aktuellen Konflikt in ihrer Familie hinaus für ihre weitere Zukunft. Dieser Artikel basiert auf einem Vortrag des Autors vom 17. September 2005 in Münster, Deutschland; er wurde für die pm überarbeitet und erweitert.

Überblick Die Besonderheit des Berliner Konfliktlotsenmodells liegt darin, dass durch Prävention, Intervention und Mediation ein Gesamtkonzept handlungsorientierter Demokratie-Erziehung praktiziert wird. PädagogInnen als erfahrene MediatorInnen stehen hinter den peer-mediators (Konfliktlotsen). Im Zusammenwirken der sozialintegrativen Kräfte im schulischen System gibt es Funktionsteilungen. Emotionen und Alltagskonflikte werden als Lernchancen aufgegriffen. Darüber hinaus werden Eskalationen abgebrochen und die Selbstverantwortung der Beteiligten im heftigen Konflikt eingefordert.

Überblick Ausgehend von einer Beschreibung einer Mediationssitzung durch F. Dostojewskij illustriert der Beitrag ein narratives Verständnis von Konflikt- und Konfliktlösungserzählungen; mediative Interventionen werden hierbei als Anregungen zu Erzählübergängen skizziert. In einem später folgenden zweiten Teil wird ein Phasenmodell des Mediationsprozesses vorgestellt.

Überblick Einige der ideologischen Vorstellungen, die über die positiven Wirkungen der Scheidungsmediation kursieren, können nicht aufrechterhalten werden. Aufgrund empirisch nachgewiesener kurz- und langfristiger Effekte, wie sie in den Längsschnitt-Studien von Joan Kelly und Robert Emery untersucht worden sind, haben sie sich als Mythen erwiesen. Es wird eine unvoreingenommene Sicht des Verfahrens sowie eine Integration kritischer Forschungsergebnisse in Selbstverständnis, Ausbildung und Praxis von Familien-MediatorInnen vorgeschlagen.

Überblick Kulturelle Intelligenz ist eine Fähigkeit, die erlernt werden will und nicht einfach da ist: Der folgende Artikel beschreibt einerseits die Wichtigkeit der Kulturellen Intelligenz (nach Peterson) für MediatorInnen, die helfen kann, Konflikte in interkulturellen Kontexten besser zu verstehen. Andererseits werden Hinweise auf Übungen gegeben, anhand derer Kulturelle Intelligenz in Mediationsausbildungen und -workshops erlernt und geübt werden kann.

Überblick Dieser Artikel will dazu anregen, über die kulturellen Hintergründe von so genannten interkulturellen Konflikten nachzudenken. Erstens wird empfohlen genau zu analysieren, welche Rolle der Kultur im jeweiligen Konflikt zukommt. Zweitens zeigt es sich, dass Menschen sich in interkulturellen Konflikten oft anders verhalten als in intrakulturellen. Dazu werden empirische Studien zum Konfliktmanagement aus der Organisations- und Managementforschung sowie theoretische Erklärungsansätze präsentiert und diskutiert. Diesem Artikel liegt die Dissertation der Autorin zugrunde: Mattl, Christine (2003): Interkulturelle interpersonale Konflikte. Theoretische und empirische Ansatzpunkte zum Verständnis von Konfliktentstehung und Konfliktverhalten im interkulturellen Kontext. Wien: Wirtschaftsuniversität Wien. Eine aktualisierte Version erscheint im IKO-Verlag für interkulturelle Kommunikation. Der empirische Teil, die Studie über US-amerikanische Expatriates in Österreich, wird zum Gratisdownload bereitgestellt.