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perspektive mediation

ISSN 1814-3695(Print)
ISSN 2309-7515 (Online)
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Überblick In Österreich fand 2003 die erste Konsensus-Konferenz zum Thema „Genetische Daten: woher, wohin, wozu?“ statt. Eine Konsensus-Konferenz – in Österreich wurde der Begriff „BürgerInnen-Konferenz“ gewählt – ist ein Instrument zur Bewertung von gesellschaftlich kontroversen Themen, vorzugsweise aus dem Umfeld von Wissenschaft und Forschung durch eine Gruppe von Laien. Am Ende des Prozesses legen die Laien der Politik eine Stellungnahme vor, die als eine Entscheidungsgrundlage unter anderen dienen soll.

Haben Sie Lust, sich zu beteiligen? Senden Sie Ihren urheberrechtlich eigenen Impuls mit Ihrem Namen, Beruf und Wohnort per Mail an: Benedikta Gräfin v. Deym-Soden, Schönau/D, info@deym-soden.de Renate Patera, Wien/Ö, r.patera@utanet.at

Überblick Perspektivwechsel – der Moment in dem es den Konfliktparteien gelingt, das Erleben des Anderen kognitiv und/oder emotional nachzuvollziehen ist in der Regel der zentrale Wendepunkt in der Mediation. Die Erforschung und Offenlegung der Hintergründe und jeweiligen Interessen der Parteien ist dafür Voraussetzung und wird folgerichtig in der Mediationsliteratur und -lehre eingehend behandelt. Wie genau und unter welchen Bedingungen Perspektivenwechsel aber stattfindet, wann und in welchem Maße die Parteien „reif“ dafür sind und mit welchen Interventionen MediatorInnen dies befördern können, wird jedoch selten im Detail beschrieben. Der folgende Beitrag beleuchtet dies modellhaft.

Überblick Konflikte lassen sich aus einer ökonomischen Sicht in drei Typen von Verhandlungsproblemen kategorisieren. Beim ersten Typ, dem Distributionsproblem, sind optimale Lösungen unmittelbar erkennbar. Beim Integrationsproblem dagegen sind die optimalen Lösungen erst zu erkennen, wenn die Verhandlungspartner ihre Interessen offen auf den Tisch legen. Beim Konstruktionsproblem sind Interessen und Verhandlungsgegenstände noch gar nicht „da“, sondern es muss darum gehen, dass die Parteien sich in einer gemeinsamen Wirklichkeit wieder finden. In jedem dieser Verhandlungsprobleme kann die Mediation erfolgreich sein, aber sie soll unterschiedliche Schwerpunkte setzten, nämlich auf dem Recht, auf den Interessen beziehungsweise auf dem gegenseitigen Verständnis. Ausführlich wird dieses Modell beschrieben in Hauser (2002). .

Überblick Gerechtigkeit – im Sinne subjektiver Gerechtigkeitswahrnehmungen – ist relevant für die Entstehung, den Verlauf und die Intensität von Konflikten. Neben den Bedürfnissen und Interessen, auf deren Erarbeitung sich die Mediation im Allgemeinen konzentriert, kann Gerechtigkeit ein eigenständiges Handlungsmotiv und somit auch eigenständiger Gegenstand von Konflikten sein. Die subjektive Wahrnehmung von Ungerechtigkeit ruft Ärger und Empörung hervor und provoziert prinzipiengeleitetes Verhalten, das die Konfliktbearbeitung im Rahmen der Mediation gefährden kann. Mit diesem Beitrag soll die Bedeutung subjektiver Gerechtigkeitsvorstellungen für die Konfliktbearbeitung aufgezeigt und für eine Auseinandersetzung mit subjektiven (Un-) Gerechtigkeitswahrnehmungen und divergierenden Gerechtigkeitsvorstellungen in der Mediation plädiert werden.

Überblick Anhand des Fallbeispiels und der theoretischen Einschübe möchte ich verdeutlichen, dass es der Kompetenz und Kreativität des Beraters geschuldet ist, wie ein akuter organisationeller Konflikt bearbeitet werden kann. Dabei werde ich im Besonderen den Blick auf die Auftragsklärung lenken. Dies ist bisher noch ein stark vernachlässigter Aspekt der Mediation in Organisationen und trifft interessanterweise ebenso auf andere Interventionsformen in Organisationen zu wie Team-Supervision, Coaching und Organisationsberatung. Die Praxis zeigt immer wieder, dass die Berater zu Sicherung ihres Auftrages zu schnell bereit sind, die Problemdefinition ihres Kunden zu übernehmen. Dabei sagt eine schon alte Beraterweisheit, dass das „Problem selbst das Problem ist“ – wir sprechen auch vom Präsentierproblem. Ebenso wichtig in diesem Zusammenhang ist die Frage, wie der Berater klärt, was sein Auftrag sein soll, und wen er zur Bearbeitung benötigt. Daran schließt sich die Frage an, ob das vom Kunden angefragte Beratungsverfahren überhaupt das sinnvollste für die Problemstellung ist. Wie zu zeigen sein wird, werden diese organisationsspezifischen Fragen in der Pre-Mediation bearbeitet.

Überblick So vielfältig die Anwendungsgebiete der Mediation sind, so vielfältig und unterschiedlich sind auch die gesetzlichen Bestimmungen in den verschiedenen europäischen Staaten. Mediation ist in den meisten der angeführten Länder hauptsächlich in den Bereichen Familie und Scheidung, in wirtschaftlichen Angele-genheiten, bei Arbeitsrechtsstreitigkeiten sowie im Strafrecht (Täter-Opfer-Ausgleich) gesetzlich veran-kert. Dieser Artikel soll nun in gebotener Kürze einen Überblick über mediationsrechtliche Bestimmungen in Europa an Hand einiger ausgewählter Beispiele bieten In dieser Arbeit wird auf einige ausgewählte europäische Staaten näher eingegangen (Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Schweden und Schweiz). .

Überblick Das eidgenössische Justizdepartement ist daran, eine gesamtschweizerische Zivilprozessordnung (ZPO) vorzubereiten. In diesem Zusammenhang steht nun auch der Schweizerische Gesetzgeber vor der Frage, ob, und wenn ja, wie, er sich der gesetzlichen Regelung der Mediation annehmen soll.

Überblick Ein wesentliches Element von Projekten mit Kindern und Jugendlichen im Bezug auf den Umgang mit Konflikten ist die Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen. Mädchen und Buben sollen in die Lage versetzt werden ihre Konflikte nicht zu delegieren, sondern sie eigenständig zu lösen. Wichtige Elemente hierbei sind der Umgang mit fremden und eigenen Gefühlen, die Entwicklung von alternativen Handlungsmöglichkeiten und die Stärkung des Selbstwertgefühls. Im folgenden Artikel werden ausgewählte Übungen dargestellt, welche in Projekten zum gewaltfreien Umgang mit Konflikten für Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 16 Jahren erprobt wurden.

Überblick In perspektive mediation 2004/2 schlägt Michael Wandrey den Konfliktwürfel als offenes Modell zum Fallverstehen vor. In diesem Artikel wird der Konfliktwürfel um weitere Dimensionen erweitert. Jede Dimension hat Auswirkungen auf die Festlegung des geeigneten Verfahrens und der anzuwendenden Methoden und Techniken. Das von Wandrey angebotene Bild des Würfels betrachtet den Konflikt nur von vier verschiedenen Seiten, ein Würfel hat aber sechs Seiten. Zusätzlich hat der Würfel neben der definierten Form aber auch noch eine Farbe, eine definierte Größe und besteht aus einem bestimmten Material, also möglichen weiteren beschreibenden Merkmalen des Konfliktes.