pm
perspektive mediation

ISSN 1814-3695(Print)
ISSN 2309-7515 (Online)
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Überblick: Sabine Zurmühl spricht mit Jutta Lack-Strecker über die Ab- und Angrenzung von Mediation und Therapie. Beide tun dies auf dem Hintergrund einer langjährigen Mediationspraxis. Jutta Lack-Strecker ist eine der Pionierinnen für die Familienmediation in Deutschland. Als Psychologin, Psychotheraupeutin und Mediatorin wird sie nach Unterschieden, aber auch Überschneidungen zwischen Mediation und Therapie befragt: Wo ist Abgrenzung nötig? Wie sind die intrapsychischen von den interpersonellen Dynamiken zu trennen?

Überblick: Sowohl für Therapeuten/innen als auch Mediatoren/innen ist es aus ethischer und professioneller Perspektive wichtig, die Unterschiede und Grenzen zwischen Therapie und Mediation zu erkennen und ihr ihrer wertvollen Arbeit zu berücksichtigen. Der Aufsatz zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf Basis veröffentlichter wissenschaftlicher Erkenntnisse und Erfahrungsberichten des Autors im Bereich der Wirtschaftsmediation und fordert Klarheit und Eindeutigkeit in der Fallbearbeitung.

Überblick: Susanne Lederer und Hannes K. Müller arbeiten in Co-Mediation. In diesem Beitrag beschreiben sie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in der Zusammenarbeit. Als Psychologin und Rechtsanwalt haben sie sich vor 17 Jahren zur Co-Mediation entschlossen. Heute treffen sie sich zur Zusammenarbeit in der Mitte – als MediatorInnen mit unterschiedlichen Quellberufen.

Überblick: Gefühle und der Umgang damit ist das Thema des Beitrags. Es wird gezeigt, wie die Gefühle von MediatorInnen und MediandInnen in der Mediation zusammenspielen. Eine mögliche Verbindung von Paartherapie und Mediation wird demonstriert. Der Prozess der Übertragung und Gegenübertragung in Verbindung mit Selbsterfahrung und Selbstreflexion wird erläutert und mögliche Konsequenzen für die Mediationsausbildungen angesprochen.

Überblick: In diesem Beitrag wird eine Abgrenzung von Mediation und Beratung im Kontext von Trennung und Scheidung vorgenommen. Die wichtigsten Merkmale der Mediation und Beratung werden dargestellt. Unterschiede zwischen Mediation und Beratung in Bezug auf die Motivation der Klient_innen, die Rahmenbedingungen beider Interventionsformen, die Rolle des Mediators bzw. der Beraterin werden erläutert. Anschließend wird auf die besonderen Herausforderungen eingegangen, die an die Mediant_innen und Mediator_innen gestellt werden, sowie an den Beratungsprozess.

Überblick: Emotionen sind stets in der Mediation bei den Konfliktparteien zu erleben. Sie sind Teil der Kommunikation. Dabei gibt es unterschiedliche Formen von Emotionen, ebenso unterschiedliche Konfliktparteien (stabil und instabil). Auf dieser Basis kann der Mediator / die Mediatorin Emotionen direkt mit einbeziehen, sie ansprechen und im Mediationsprozess transformieren. Mediatorinnen und Mediatoren können sie aber auch nur wahrnehmen und sie dann indirekt in den Mediationsprozess einfließen lassen.

Überblick: Seit 2007 findet in Italien ein ungewöhnlicher Versöhnungsprozess zwischen einigen Opfern und Ex-Terroristen statt, der von drei MediatorInnen begleitet wird. Dieser Beitrag beleuchtet knapp den historischen Hintergrund und die juristische Aufarbeitung des bewaffneten Kampfes in Italien, stellt das Verfahren vor und konzentriert sich schließlich auf die Motivationen von Opfern wie Tätern, am Versöhnungsprozess teilzunehmen.

Überblick: Mediationsausbildungen fokussieren auf die Vermittlung von Methodenkompetenz und gehen im Allgemeinen davon aus, dass der Mediator, die Mediatorin über Feldkompetenz verfügt. Dieser Aufsatz thematisiert die Persönlichkeit, die Verfassung und die Lebenserfahrung des Mediators, der Mediatorin als zentrale Elemente für das Gelingen jeder Mediation. Er postuliert, dass der Mediator und die Mediatorin Selbstentwickler und Selbstentwicklerin sein müssen.

Überblick: In der Schweiz überwiegt das Angebot an Mediation deren Nachfrage klar. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einige davon werden hier näher erörtert. Dazu gehören eine ideelle Überfrachtung der Mediation sowie eine natürliche Abneigung potentieller Mediandinnen* dieser Art Konfliktlösung gegenüber. Vorschläge zum Senken der Hemmschwelle zur Mediation schliessen die persönlichen Überlegungen des Autors ab – *wobei weibliche oder männliche Bezeichnungen in unbestimmten Fällen jeweils beide Geschlechter umfassen.

Überblick Der Artikel behandelt eine Studie, über den Nutzen, den Führungskräfte durch eine Mediationsausbildung für ihren Umgang mit Konflikten in Arbeit im persönlichen Bereich haben. Insgesamt wurden je 10 Frauen und Männer, auf 4 Gruppen aufgeteilt, die sich aus je 5 MediatorInnen, fünf und zehn Jahre nach der Ausbildung und einer Gruppe mit keiner Mediationsausbildung, zusammensetzten. Es wurden auch genderbedingte Unterschiede erforscht. Im Ergebnis werden Tools und Techniken nicht mehr erinnert, aber der Umgang mit den Konflikten ändert sich nachhaltig und wird als positiver erlebt.