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perspektive mediation

ISSN 1814-3695(Print)
ISSN 2309-7515 (Online)
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Overview: While a few years ago the world seemed on a path towards increasing peacefulness, the situation in 2017 is different. Stability has become unhinged as armed conflict and terrorism are on the rise and geopolitical power struggles are intensifying. This article examines how peace mediation has evolved in the last decade and identifies ten developments in regards to the changing international context and the peace mediation practice.

Überblick: Obwohl es noch bis vor wenigen Jahren den Anschein machte, die Welt sei friedlicher geworden, ist dies im Jahr 2017 nicht mehr der Fall. Bewaffnete Konflikte, Terrorismus und geopolitische Spannungen haben zugenommen. Der Autor identifiziert zehn Trends, die dieses veränderte Umfeld und die gegenwärtige Praxis der Friedensmediation kennzeichnen.

Overview: If we understand innovation as a new idea to improve a given situation, mediation processes are per se oriented towards an innovative outcome. However, international actors often limit innovation in mediation processes due to their technocratic process understanding. The author explains this phenomenon and makes a few recommendations for third parties working in the field of international peace mediation.

Überblick: Sofern Innovation als eine neue Idee verstanden wird, eine bestimmte Ausgangslage zu verbessern, so sind Mediationsprozesse per se auf einen innovativen Ausgang ausgerichtet. Internationale Akteure schränken aber Innovationen in Mediationsprozessen oft aufgrund ihres technokratischen Verständnisses solcher Prozesse ein. Die Autorin erklärt dieses Phänomen und macht einige Empfehlungen für in der internationalen Friedensmediation tätigen MediatorInnen.

Überblick: Mit einem abgeschlossenen und einem noch zu verhandelnden Friedensabkommen steht Kolumbien vor enormen Herausforderungen. Die Umsetzung des Abkommens birgt Potenzial für neuerliche Konflikte. Um diese einzudämmen können lokale Mechanismen für Dialog und Mediation ein probates Mittel darstellen. Dieser Artikel zeigt auf, welche Strukturen bereits bestehen und wie sie einen Beitrag zum Frieden leisten können.

Overview: Colombia faces enormous challenges with a finalized peace agreement in place and one still in the works. Putting into effect the agreement may create new conflicts. Local mechanisms for dialogue and mediation could be helpful in this process and the article demonstrates which and how local structures could contribute to a lasting peace.

Overview: Parties’ interests, process design or the formulation of political settlements has received much attention in international mediation, however, the role of empathy has been comparatively neglected. Yet, it is a critical resource for mediators furnishing them with important information about the mindset, emotions and perceptions of antagonists. The author explores how and why the emphasis on empathy can increase the prospects for the resolution of conflict.

Übersicht: Interessen, Prozess Design oder die Ausarbeitung von Friedensabkommen haben in der internationalen Mediation grosse Aufmerksamkeit erhalten, während Empathie vernachlässigt wurde, obwohl sie eine bedeutungsvolle Resource für MediatorInnen sein kann. Durch Empathie lässt sich Aufschluss über die geistige Verfassung, Gefühlslagen und die Wahrnehmungen der Antagonisten erhalten. Der Autor geht den Fragen nach, wie und warum Empathie neue Konfliktlösungsansätze ermöglicht.

Overview: The term collective trauma is used in academia and policy circles with a myriad of meanings. We propose a definition for a common understanding of its characteristics and how it influences conflict transformation. We elaborate inspirational ideas for practitioners involved in mediation and dialogue processes and invite to a continuous debate in this relatively new field.

Überblick: Der Begriff “kollektive Traumata” wird in Forschung und Politik mit unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Wir schlagen eine Definition vor, die ein gemeinsames Verständnis der Charakteristiken und des Einflusses von kollektivem Trauma auf Konflikttransformation ermöglicht. Durch die Linse der „kollektiven Traumata“ entwickeln wir Ideen, um Mediations- und Dialogprozesse effektiver zu gestalten und die laufende Diskussion in dem relativ neuen Feld weiter zu führen.

Overview: The author suggests that it is urgent to reassess assumptions regarding the decades long tensions on the Korean peninunsla and to revise the strategy for developing a lasting peace. An opportunity could open up if negotiators would go about it in an imaginative, federated approach regarding a number of contentious issues of mutual interest, rather than clinging to the sole issue of denuclearisation.

Überblick: Der Handlungsbedarf beim Koreakonflikt ist dringend. Der Autor schlägt einen neuen dem Paradigma der Konfrontation entgegengesetzten Verhandlungsansatz vor. Anstatt alle bestehenden Problemstränge an einen Erfolg bei der atomaren Abrüstung Nordkoreas zu ketten, nennt er eine Reihe ineinander verwobener Themen, welche entflochten und strategisch trotzdem gebündelt angegangen werden sollen.

Überblick: An einem konkreten Fall-Beispiel, der «Gerechtigkeitskirche», wird aufgezeigt, dass auch die Klärungshilfe als Mediationsmethode in hierarchischen Organisationen und bei hierarchisch strukturierten Teams an ihre Grenzen stossen kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn der obersten zuständigen Führungskraft der Wille oder die Macht fehlt, eine Klärungshilfe-Klausur anzuordnen und durchzusetzen und die Mitarbeitenden auch nicht zur freiwilligen Teilnahme an der Klausur motiviert werden können oder der Versuch dazu gar nicht unternommen werden kann.

Überblick: Im nachfolgenden Artikel geht es um die Frage, ob Mediationssupervisorinnen und -supervisoren zwingend eine Doppelqualifikation in Mediation und Supervision mitbringen müssen. Um diese Frage zu beantworten, ist die Unterscheidung zwischen Ausbildungssupervision und berufsbegleitender Supervision von zentraler Bedeutung. Vieles spricht dafür, dass für die Ausbildungssupervision diese Doppelqualifikation nötig ist. Bei der berufsbegleitenden Supervision kann eine Doppelqualifikation gewünscht sein, ist aber keineswegs zwingend.