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Zuständigkeit und Zuständigkeitsübertragung

Forschungen aus Staat und Recht
Band 182

460 Pages
ISBN 978-3-7046-7749-5 (Print)
ISBN 978-3-7046-7890-4 (eBook)
Publicationdate: Nov 16, 2017
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Wie wirken sich Zuständigkeitsübertragungen auf moderne Rechtsordnungen aus?
Zuständigkeitsübertragungen - sowohl die Ermächtigungen dafür als auch die tatsächliche Durchführung - sind maßgebliche Faktoren für die Struktur von geltenden Rechtsvorschriften.
Ausgehend von einem normbezogenen Ansatz wird im vorliegenden Werk die komplexe Struktur der Zuständigkeitsübertragung umfassend dargelegt und als ein wesentliches Element der Konkretisierung und Individualisierung des Rechts identifiziert. Die vorgeschlagene "Theorie des Übertragens" dient hierbei als Schablone zur Auslegung von Übertragungsregimen im Unionsrecht, Verfassungsrecht und im einfachgesetzlichen Recht.
Mehr Informationen zu Paketangeboten aus der Reihe Forschungen aus Staat und Recht finden Sie unter: www.verlagoesterreich.at/fsr
  • Vorwort5-7
  • Inhaltsverzeichnis7-15
  • Abkürzungsverzeichnis15-27
  • Erster Teil: Gegenstand und Aufbau der Untersuchung27-31
  • Zweiter Teil: Zuständigkeit als rechtswissenschaftlicher Begriff31-71
    • A. Die Ermächtigungsfunktion von Rechtsnormen31-38
      • I. Ermächtigen als Normfunktion31-35
      • II. Die Rechtsordnung als Ermächtigungsordnung35-38
    • B. Rechtswissenschaftlicher Zuständigkeitsbegriff38-51
      • I. Einleitung38-39
      • II. Zuständigkeitsbegründung39-40
      • III. Zuständigkeitsinhaber40-45
      • IV. Zuständigkeitsinhalte45-50
        • 1. Rechtshandlungen im weiten Sinn45-46
        • 2. Rechtsakte46-49
        • 3. Rechtshandlungen im engen Sinn49-50
        • 4. Ergebnis50-51
    • C. Pflicht zur Zuständigkeitsausübung51-52
    • D. Recht auf Zuständigkeitsausübung52-55
    • E. Zuständigkeit und Zurechnung55-62
      • I. Zurechnung55-60
      • II. Hierarchie der Zuständigkeitsordnung als Frage der Zurechnung60-62
    • F. Zuständigkeit und Verantwortung62-67
      • I. Verantwortung allgemein62-64
      • II. Elemente des Verantwortungsbegriffs64-67
      • III. Verantwortung und Zuständigkeit67-71
  • Dritter Teil: Zuständigkeit als Rechtsbegriff71-99
    • A. Einleitung71-71
    • B. Zuständigkeit als Rechtsbegriff71-76
      • I. „Zuständigkeit“ als Rechtsbegriff der österreichischen Rechtsordnung71-74
      • II. „Zuständigkeit“ als Rechtsbegriff des Unionsrechts74-76
      • III. Zusammenfassung76-76
    • C. Zuständigkeit und verwandte Begriffe76-82
      • I. Kompetenz76-77
      • II. Befugnis77-79
      • III. Aufgabe79-81
      • IV. Wirkungsbereich81-82
    • D. Zuständigkeitskategorien82-91
      • I. Örtliche, sachliche, funktionelle Zuständigkeit82-84
      • II. Ausschließliche vs geteilte Zuständigkeit84-87
      • III. Primäre vs subsidiäre Zuständigkeit87-88
      • IV. Originäre vs abgeleitete Zuständigkeit88-89
      • V. Abstrakte vs konkrete Zuständigkeit89-91
      • VI. Allgemeine vs besondere Zuständigkeit91-91
    • E. Pflicht zur Zuständigkeitsausübung im geltenden Recht91-93
    • F. Verantwortung im positiven Recht93-95
      • I. Verantwortung als „Rede-und-Antwort-Stehen“94-94
      • II. Verantwortung als „Konsequenzentragen“94-95
      • III. Verantwortung als Zuständigkeit95-95
    • G. Zuständigkeitsbegriff dieser Untersuchung95-99
  • Vierter Teil: Zuständigkeitsübertragungen aus rechtstheoretischer Sicht99-143
    • A. Zuständigkeitsbegründung99-101
    • B. Einschränkung des Untersuchungsgegenstands101-104
    • C. Zuständigkeitsübertragungen in der rechtswissenschaftlichen Literatur104-121
      • I. Der Delegationsbegriff bei Triepel104-109
        • 1. Die Grundaussagen Triepels zum Delegationsbegriff105-107
        • 2. Würdigung107-109
      • II. Der Delegationsbegriff der Wiener Rechtstheoretischen Schule109-111
      • III. Gegenüberstellung beider Delegationsbegriffe111-113
      • IV. Delegation und rechtswissenschaftliche Kategorienbildung113-120
        • 1. Delegation im engen Sinn114-114
        • 2. Arrogation114-115
        • 3. Subdelegation115-119
          • a) Subdelegation als Übertragungskategorie115-117
          • b) Exkurs: Historischer Hintergrund für die Unterscheidung zwischen Delegation und Subdelegation117-119
          • c) Zusammenfassung119-119
        • 4. Beleihung119-120
        • 5. Resümee120-121
    • D. Theorie des Übertragens121-128
      • I. Elemente des Übertragungsvorgangs121-124
        • 1. Wer überträgt?121-122
        • 2. Wer ist Zuständigkeitsinhaber?122-122
        • 3. Auf wen wird delegiert?122-122
        • 4. Was ist Gegenstand der Delegation?122-123
        • 5. Durch welchen Rechtsakt erfolgt die Delegation?123-124
        • 6. Unter welchen Voraussetzungen kann bzw muss delegiert werden?124-124
      • II. Kategorienbildung anhand der Strukturelemente124-127
        • 1. Delegation im engen Sinn, Arrogation, Delegation durch Dritte124-125
        • 2. Subdelegation125-125
        • 3. Beleihung125-125
        • 4. Potentielle Zuständigkeit125-126
        • 5. Konservierende Delegation126-127
      • III. Zum Verhältnis zwischen Strukturelementen und positivierten Übertragungsvoraussetzungen127-128
    • E. Unübertragbarkeit einer Zuständigkeit?128-131
    • F. Rückübertragung einer delegierten Zuständigkeit131-139
      • I. Rückübertragung allgemein131-134
      • II. Rückübertragung einer durch individuelle Norm vorgenommenen Delegation134-136
      • III. Rückübertragung einer durch generelle Norm vorgenommenen Delegation136-138
      • IV. Zusammenfassung138-139
    • G. Die Auslegung von Übertragungsnormen139-143
  • Fünfter Teil: Zuständigkeitsübertragungen im geltenden Recht143-179
    • A. „Delegation“ im geltenden Recht143-145
    • B. „Delegation“ in der Rechtsprechung der nationalen Höchstgerichte und des EuGH145-155
      • I. Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts145-152
        • 1. Delegation als Zuständigkeitsübertragung146-147
        • 2. Delegation unter Ausschluss eines Instanzenzugs147-150
        • 3. Delegation als Mandat150-151
        • 4. Formalgesetzliche Delegation151-152
        • 5. Sonstige Verwendung152-152
      • II. Oberster Gerichtshof152-153
      • III. Gerichtshof der Europäischen Union153-155
    • C. Delegationsbegriff dieser Arbeit155-158
    • D. Voraussetzungen und Rechtsfolgen von Zuständigkeitsübertragungen158-163
      • I. Determinierung der Übertragungsermächtigung160-161
      • II. Publizität des Übertragungsakts161-161
      • III. Achtung der Gewaltenteilung161-162
      • IV. Übertragung durch einen außenwirksamen Rechtsakt162-163
      • V. Übergang der Verantwortlichkeit163-163
    • E. Abgrenzung der Zuständigkeitsübertragung zu anderen Rechtsinstituten163-177
      • I. Mandat163-170
        • 1. Mandant und Mandatar164-166
        • 2. Gegenstand des Mandats166-166
        • 3. Voraussetzungen für ein Mandat166-167
        • 4. Unzulässigkeit eines Mandats167-170
      • II. Amtshilfe170-171
      • III. Dynamische Verweisung171-175
      • IV. Intimation175-177
      • V. Ernennung177-179
  • Sechster Teil: Zuständigkeitsübertragungen im geltenden Recht – ausgewählte Beispiele179-379
    • A. Einleitung179-180
    • B. Zuständigkeitsübertragungen im Unionsrecht180-259
      • I. Primärrechtliche Ermächtigung, sekundärrechtliche Übertragung181-257
        • 1. Artikel 290 und 291 AEUV182-216
          • a) Normtext und delegationstheoretische Betrachtung183-185
          • b) Delegationsgegenstand: Ändern – Ergänzen – Durchführen185-193
          • c) Primärrechtliche Voraussetzungen für eine Übertragung gemäß Artikel 290 AEUV193-201
            • aa) Unwesentlichkeit193-196
            • bb) Bestimmtheit196-200
            • cc) Publizitätserfordernisse200-200
            • dd) Weitere Voraussetzungen200-201
          • d) Primärrechtliche Voraussetzungen für eine Übertragung gemäß Artikel 291 AEUV201-205
            • aa) Bedarf nach einheitlichen Bedingungen201-202
            • bb) Begründetheit und Begründungspflicht202-204
            • cc) Weitere Voraussetzungen204-205
          • e) Übertragungspflicht?205-206
          • f) Rückübertragung206-209
          • g) Pflicht zur Ausübung der übertragenen Zuständigkeit?209-210
          • h) Rechtswidrigkeit von Übertragungs- und abgeleiteten Rechtsakten210-211
          • i) Normenhierarchie211-215
            • aa) Gesetzgebungsakte – delegierte Rechtsakte212-214
            • bb) Basisrechtsakte – Durchführungsrechtsakte214-215
            • cc) Delegierte Rechtsakte – Durchführungsrechtsakte215-216
        • 2. Zuständigkeitsübertragungen auf dezentrale Agenturen216-257
          • a) Das Verhältnis der Art 290 und 291 AEUV zu Zuständigkeitsübertragungen auf Agenturen217-219
          • b) Begrifflichkeit219-223
            • aa) Agenturbegriff219-220
            • bb) Weitere begriffliche Klarstellungen220-223
          • c) Die Unterscheidung zwischen primärrechtlichen Maßstäben und Ausgestaltungselementen223-226
          • d) Primärrechtliche Maßstäbe für Übertragungen auf dezentrale Agenturen226-235
            • aa) Unionsrechtliches Demokratieprinzip226-227
            • bb) Wesentlichkeitsprinzip227-228
            • cc) Institutionelles Gleichgewicht228-229
            • dd) Subsidiaritätsprinzip229-230
            • ee) Primärrechtliche Übertragungsgrundlage230-231
            • ff) Außenwirksamkeit des Übertragungsakts231-233
            • gg) Primärrechtliches Determinierungsgebot233-235
            • hh) Grundsatz effektiven Rechtsschutzes235-235
          • e) Ausgestaltungselemente235-249
            • aa) Rechtsgrundlage und Übertragungsakt236-237
            • bb) Organisation237-241
            • cc) Aufgaben und Befugnisse241-247
            • dd) Rechtsschutz247-249
          • f) Interdependente Teilsysteme249-255
            • aa) Demokratieprinzip, Verantwortlichkeit der Unionsorgane249-251
            • bb) Institutionelles Gleichgewicht, Wesentlichkeitsprinzip251-253
            • cc) Subsidiaritätsprinzip253-255
            • dd) Effektiver Rechtsschutz255-257
          • g) Zusammenfassung257-257
      • II. Exekutivagenturen – Sekundärrechtliche Ermächtigung, Übertragung durch abgeleiteten Rechtsakt257-259
    • C. Übertragungsermächtigungen im Verfassungsrecht259-308
      • I. Vorbemerkungen259-262
      • II. Zuständigkeitsübertragungen auf Gemeindeverbände durch Vereinbarung (Art 116a Abs 1 B-VG)262-283
        • 1. Vereinbarung und Genehmigungsverordnung als Übertragungsakte263-272
          • a) Vereinbarung263-264
          • b) Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde264-271
            • aa) Erteilung der Genehmigung265-265
            • bb) Versagung der Genehmigung265-270
            • cc) Säumnis der Aufsichtsbehörde270-271
          • c) Ergebnis271-272
        • 2. Übertragungsgrenzen272-279
          • a) Gefährdung der Funktion als Selbstverwaltungskörper – planwidrige Lücke?272-276
          • b) Inhaltliche Bestimmung der Übertragungsgrenzen276-279
        • 3. Rückübertragung der übertragenen Kompetenzen279-282
          • a) Rückübertragung durch Austritt279-282
          • b) Rückübertragung durch zwangsweise Auflösung?282-283
      • III. Zuständigkeitsübertragungen auf Mitglieder der Landesregierung283-307
        • 1. Landesverwaltung283-294
          • a) Geltende Rechtslage285-287
          • b) Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs287-293
          • c) Mandatsmäßige Betrauung von Landesregierungsmitgliedern293-293
          • d) Ergebnis293-294
        • 2. Mittelbare Bundesverwaltung294-305
          • a) Art 103 Abs 2 B-VG: Historischer Kontext295-297
          • b) Wortlautauslegung297-298
          • c) Systematische Auslegung298-301
          • d) Historische Auslegung301-304
          • e) Teleologische Auslegung304-305
          • f) Zwischenergebnis305-307
          • g) Rechtswirkungen einer Beauftragung nach Art 103 Abs 2 B-VG 280 h) Ergebnis307-308
    • D. Übertragungsermächtigungen in einfachen Gesetzen308-377
      • I. Vorbemerkungen und Überblick308-312
        • 1. Übertragendes Organ309-310
        • 2. Delegiertes Organ310-311
        • 3. Delegationsgegenstand311-312
      • II. Verfassungsrechtliche Vorgaben312-373
        • 1. Legalitätsprinzip und gesetzlicher Richter312-344
          • a) Ausreichende Determinierung314-318
            • aa) Zur Übertragung ermächtigtes Organ und Adressat der Übertragung314-315
            • bb) Übertragungsgegenstand315-315
            • cc) Übertragungsakt315-316
            • dd) Übertragungsvoraussetzungen316-318
          • b) Unzureichende Determinierung318-327
            • aa) Fehlende Determinierung318-326
              • (1) § 334 Gewerbeordnung 1994318-322
              • (2) § 49 Z 3 Emissionszertifikategesetz 2011322-325
              • (3) § 9 Abs 5 Vorarlberger Veranstaltungsgesetz325-326
            • bb) Unterdeterminierung326-327
          • c) Grenzfälle327-338
            • aa) § 30 Jurisdiktionsnorm328-331
            • bb) § 288 Abs 2 Z 3 Strafprozessordnung 1975331-338
          • d) Vom Übertragungsgegenstand abhängiges differenziertes Legalitätsprinzip338-342
          • e) Schlussfolgerungen342-344
        • 2. Grundsatz der Gewaltenteilung344-344
        • 3. Publizität des Übertragungsakts344-345
        • 4. Gleichheitssatz345-347
          • a) Sachlichkeit von Übertragungsermächtigungen345-346
          • b) Gleichheitskonforme Auswahl der delegierten Stelle346-347
        • 5. Effizienzkriterien347-349
        • 6. Dienststellenvorbehalte349-370
          • a) Einleitung349-351
          • b) Begrifflichkeit351-352
          • c) Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs352-354
          • d) Kritik an der Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofs354-356
          • e) Eingehendere Untersuchung356-369
            • aa) Historische Auslegung357-366
            • bb) Systematische Auslegung366-367
            • cc) Teleologische Auslegung367-369
          • f) Einrichtungsgarantie statt Dienststellenvorbehalt369-370
        • 7. Verfassungsrechtliche Vorgaben für Übertragungsakte der Vollziehung370-372
          • a) Hoheitliche / privatrechtsförmige Übertragungsakte370-371
          • b) Außenwirksame / behördeninterne Übertragungsakte371-372
          • c) Generelle / individuelle Übertragungsakte372-373
          • d) Übertragung durch Verfahrensanordnungen373-377
        • 8. Übertragungen auf Private377-379
  • Siebter Teil: Zuständigkeitsübertragungen aus verwaltungswissenschaftlicher Sicht379-425
    • A. Einleitung379-383
    • B. Gründe für Zuständigkeitsübertragungen383-407
      • I. Entlastung384-387
      • II. Effizienz387-397
        • 1. Übertragung auf Private aus Effizienzgründen388-389
        • 2. Delegation zwischen Verwaltungsbehörden aus Effizienzgründen389-396
        • 3. Delegation zwischen Gerichten aus Effizienzgründen396-397
      • III. Know-how-Gewinn397-402
      • IV. Unabhängigkeit402-407
    • C. Arrogationsgründe407-414
      • I. Aufsichtsbefugnis407-408
      • II. Effizienz408-411
      • III. Koordination411-413
      • IV. Bedeutung einer Angelegenheit413-414
    • D. Voraussetzungen für erfolgreiche Zuständigkeitsübertragungen414-422
      • I. Koordination414-418
        • 1. Arbeitsteilung nach sachlich-funktionellen Gesichtspunkten414-417
        • 2. Arbeitsteilung nach örtlichen Gesichtspunkten417-418
      • II. Kontrollkompetenz418-419
      • III. Delegationsumfang419-420
      • IV. Verantwortung420-422
      • V. Organisation der delegierten Stelle422-425
  • Achter Teil: Zusammenfassung in Leitsätzen425-437
  • Literaturverzeichnis437-457
  • Stichwortverzeichnis457--1
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