Baurechtliche Blätter

Änderungen eines WE-Objektes; Inanspruchnahme allgemeiner Teile einer Liegenschaft

Issue 5, pp 202-202
BBL-Slg 2017/197

Rechtsprechung, 170 words
€20.00
incl. 20% VAT

About this journal
e-Journal
Printausgabe abonnieren
https://elibrary.verlagoesterreich.at/article/99.105005/bbl201705020201

Die nachträgliche Errichtung eines Balkons entspricht nicht generell der Übung des Verkehrs im Sinn des § 16 Abs 2 Z 2 WEG. Die Gegebenheiten im Haus und der Wohnumgebung sind ebenso zu berücksichtigen, wie die Dimension des geplanten Balkons. Dasselbe gilt für die Errichtung einer zusätzlichen Dachgaube auch wenn bei einem Gebäude eine Verbindung von zwei vorhandenen Dachgauben bereits geschaffen wurde. Ein wichtiges Interesse im Sinn des § 16 Abs 2 Z 2 WEG liegt nicht schon in bloßen Zweckmäßigkeitserwägungen und dem Wunsch nach mehr Lebens- und Wohnqualität. Das Verhältnis zwischen dem Ausmaß der Inanspruchnahme allgemeiner Liegenschaftsteile zur Wichtigkeit des Interesses des Änderungswilligen ist nicht in jedem Fall ein Beurteilungskriterium.

§ 16 Abs 2 Z 2 WEG

OGH, 23.05.2017, 5 Ob 240/16d

BBL-Slg 2017/197

Baurecht